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Löschpapier

Löschpapier
Materialgruppen:
Papier > Administrationspapiere Materialbeschrieb Löschpapiere sind ungeleimte Papiere mit hoher Saugfähigkeit, z. B. für Tinte. Ein Löschpapier übernimmt die Aufgabe, überschüssige Flüssigkeiten wie Tinte oder Druckfarbe aufzusaugen, um ein ungewolltes Verwischen zu verhindern. Die geläufigste Verwendung von Löschpapier beim Schreiben mit Füllfederhaltern geriet in den letzten Jahren durch den Kugelschreiber, den Roller Pen oder die direkte Arbeit am Computer in den Hintergrund. Löschpapier hat eine hohe Saugfähigkeit, eine schnelle Benetzbarkeit und ein hohes Porenvolumen. Es ist ungeleimt und aschefrei, hat eine maschinenglatte, samtene Oberfläche und wird meistens weiss oder meliert hergestellt. Für höhere Ansprüche wird säurefreies Löschpapier eingesetzt. Mit einer Prägung kann die Oberfläche des Löschpapiers verändert werden. Neben Schulheften wird Löschpapier in Unterschriftenmappen als Trennseiten oder für Schreibtischunterlagen verwendet. Für den Kupferdruck dienen säurefreie Löschpapiere oder -kartons als Zwischenlagen. Andere Bezeichnungen/Synonyme:
Löschkarton Französische Bezeichnung:
papier buvard Englische Bezeichnung:
blotting paper Hintergrund Recycling:
Da Löschpapier ungeleimt ist, kann es problemlos rezykliert werden. Zudem hat es einen hohen Weissgrad und sehr wenig Farbrückstände. Herstellung Gewinnung:
Für hochwertiges Löschpapier werden als Rohstofffasern gebleichte Baumwoll-Linters verwendet, die eine besondere Weichheit, eine hohe Dauerhaftigkeit und Saugfähigkeit aufweisen. Zur Herstellung von billigeren Löschpapieren kommt Nadelholz- und Pappelholzschliff bis zu einem 50%-Anteil zur Anwendung. Diese Faserstoffe werden nichtfibrillierend gemahlen, d. h., die Fibrillen, das Gerüst der Zellwände, nicht wie sonst bei der Faseraufbereitung zerfasern. Dadurch ist beim Löschpapier die Faser-zu-Faser-Bindung geringer, weshalb es sich bei Feuchtigkeitsaufnahme ausdehnen kann. Beim chemischen Aufschluss wird ein grosser Teil des Lignins herausgelöst. Für hochweisse Löschpapiere werden die Zellstoffe einer chlorfreien Bleiche unterworfen. Fertigung:
Im Gegensatz zu anderen Papieren wird beim Löschpapier die Papierbahn auf der Langsiebmaschine nach dem Entwässern nicht verdichtet oder geglättet, sondern wird nur maschinenglatt getrocknet. Dadurch behält es sein grosses Volumen, das für die Saugfähigkeit des Löschpapiers wesentlich ist. Eigenschaften Zusammensetzung/Analyse:
Gebleichte Baumwoll-Linters oder Zellstoffe Erscheinung:

Farbe: Weisstöne, Grautöne
Haptik: samtig, weich

Beständigkeit: Löschpapier ist lichtbeständig, da es entweder aus Baumwoll-Linters besteht oder der grösste Anteil des Lignins herausgelöst wurde. Da es aber ungeleimt ist, ist die mechanische Beständigkeit gering. Mechanische Eigenschaften:

Flächengewicht: 90.00 g/m2


Bearbeitung Lieferformen:
In Bogen, in den Flächengewichten zwischen 35 und ca. 350 g/m2. Als Löschkarton sogar bis zu 680 g/m2. Lieferbare Materialqualitäten:
Löschpapier wird meist weiss oder meliert, teilweise aber auch in Farben hergestellt. Qualitativ hochwertiges Löschpapier aus Baumwoll-Linters ist säurefrei. Anwendung Anwendungsgebiete:
Büro- und Schulbedarf,
Kunstdruck. Anwendungsbeispiele:
Löschblatt, Schreibunterlage,
Zwischenlage bei Kupferdruck. Sammlungen

Muster in folgenden Sammlungen: ETH Zürich Baubibliothek, Gewerbemuseum Winterthur, HSLU T+A Campus Horw, Sitterwerk St. Gallen, ZHdK Medien- und Informationszentrum
Standort in der Sammlung: ETH Zürich Baubibliothek:
ZP-PM-SK | Papiere, maschinengefertigt > Spezialpapiere Gewerbemuseum Winterthur:
Papier > Schublade 68 Bezugsquelle Bezugsquelle Sammlungsmuster:
Antalis AG (Schweiz), Lupfig Quellennachweis Verwendete Quellen:
Göttsching, L. & Katz, C. (1999). Papier Lexikon. Gernsbach: Deutscher Betriebswirte Verlag GmbH.
Turner, S. (1998). The Book of Fine Paper. London: Thames and Hudson. Material-Archiv-Signatur:
PAP_MAS_ADM_5 Bilder

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