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Kapokfasern

Kapokfasern
Materialgruppen:
Pflanzliche Werkstoffe > Pflanzliche Fasern Materialbeschrieb Als Kapokfasern werden die Fruchtwandfasern des Kapokbaumes (Ceiba pentandra) bezeichnet. Kapok gehört wie Baumwolle zu den Samenfasern. Die Kapokfasern, die auch Pflanzendaunen genannt werden, sind Hohlfasern, die aus den bananenförmigen Fruchtkapseln des Kapokbaumes gewonnen werden. Der Kapokbaum wächst in tropischen Gebieten Asiens und Afrikas. Kapokfasern sind sehr glatt, seidenweich und haben eine Länge von 10–30 mm. Sie sind transparent mit grossem Lumen und dünner Zellwand. Sie weisen längliche, geschlossene Hohlräume auf. Da die Fasern einen Bitterstoff enthalten, sind sie vor Motten- und Milbenbefall sicher. Sie sind durch eine natürliche Wachsschicht wasserabweisend. Die durchschnittliche Länge der Faser beträgt 19 mm, die durchschnittliche Faserbreite ist 19 μm. Der Cellulosegehalt der Kapokfaser mit etwa 35% relativ gering. Da 80% seines Volumens aus Luft besteht, gilt die Kapokfaser nach Pappelflaum als leichteste natürliche hohle Textilfaser der Welt. Kapokfasern sind zu kurz und fein, um in reiner Form versponnen zu werden. Aus Kapok kann ein Vliesstoff hergestellt werden, der als Dämmstoff z. B. bei der Trittschalldämmung von Parkett zum Einsatz kommen kann. Die wasserabweisende Eigenschaft und die geringe Dichte machen Kapok insbesondere für Schwimmwesten, Rettungsringe und Matratzen geeignet. Ausserdem werden die Fasern als Polstermaterial, Dämmstoff, Füll- und Isoliermaterial verwendet. Abkürzung:
KP Andere Bezeichnungen/Synonyme:
Pflanzenwolle, Pflanzendaunen, Bombaxwolle, Ceibawolle Englische Bezeichnung:
kapok, java cotton Herstellung Gewinnung:
Die Früchte werden vor der Vollreife abgeschlagen, getrocknet und von Hand geöffnet. Die Samenwolle wird aus dem Innern der Früchte gewonnen, entkörnt, getrocknet und wenn nötig gebleicht. Eigenschaften Zusammensetzung/Analyse:
Cellulose 35 %, Xylan (22 %) und Lignin (21,5 %). Aussergewöhnlich ist die hohe Anzahl von Acetylgruppen von 13 %. Bearbeitung Lieferformen:
Kapok wird in Säcken zu 500 g geliefert. Anwendung Anwendungsgebiete:
Bauwesen, Heim-und Innendekoration Anwendungsbeispiele:
Füllmaterialien für Möbel und Matratzen, Schwimmwesten, Isoliermaterial, Trittschalldämmung, Dämmstoffe Sammlungen

Muster in folgenden Sammlungen: Gewerbemuseum Winterthur, HSLU T+A Campus Horw, Sitterwerk St. Gallen, ZHdK Medien- und Informationszentrum
Standort in der Sammlung: Gewerbemuseum Winterthur:
Pflanzliche Werkstoffe > Schublade 11 HSLU T+A Campus Horw:
Assistenz D401 Spezialmuster: Gewerbemuseum Winterthur:
Fruchtkapseln in Schausammlung HSLU T+A Campus Horw:
auf Assistenz D401 Bezugsquelle Bezugsquelle Sammlungsmuster:
Toggenburger & Co. AG (Schweiz), Marthalen Quellennachweis Verwendete Quellen:
Schenek, A. (2000). Naturfaserlexikon. Frankfurt am Main: Deutscher Fachverlag GmbH.
Meyer zur Capellen, T. (2001). Lexikon der Gewebe. Frankfurt am Main: Deutscher Fachverlag GmbH. Links:
www.toggenburger.com/ (Stand 03.10.2008) Material-Archiv-Signatur:
PFL_FAS_3 Bilder

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