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Bakterienzellulose

Bakterienzellulose
Materialgruppen:
Kunststoff Materialbeschrieb Bestimmte Bakterienarten bilden bei der Umwandlung von Zuckerverbindungen, z. B. aus Kohlehydraten, eine sehr reine Form von Zellulose. Bakterienzellulose weist im Vergleich zu pflanzlicher Zellulose andere Eigenschaften auf. So ist sie beispielsweise frei von Lignin oder Hemizellulose und kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Sie besitzt auch einen komplexeren und somit stabileren Aufbau, mit grosser mechanischer Stabilität, Flexibilität und sehr hoher Wasserabsorption.
Entdeckt wurde die Bakterienzellulose bereits Ende des 19. Jh., jedoch ist die Herstellung in grossen Mengen sehr aufwendig und kostenintensiv. Das Bakterium Gluconacetobacter xylinum ist nach neueren Forschungen für die Produktion von Bakterienzellulose wirtschaftlich am ertragreichsten. Das Wachstum der Bakterienzellulose kann in den Eigenschaften und Dimensionen beeinflusst und gesteuert werden. Eingesetzt werden Produkte aus Bakterienzellulose im medizinischen, chirurgischen und kosmetischen Bereich, wie beispielsweise als künstliche Blutgefässe und Gewebeersatz, Wundauflagen und Gesichtsmasken, aber auch als Zusatzstoffe in Lebensmitteln. Im technischen Bereich kommt Bakterienzellulose auch als Membran von Kopfhörern zur Anwendung. Andere Bezeichnungen/Synonyme:
Mikrobiell synthetisierte Cellulose, Chemiezellstoff Alternative Schreibweise(n):
Bakteriencellulose Englische Bezeichnung:
bacterial cellulose, microbial cellulose Quellennachweis Verwendete Quellen:
Türk, O. (2014).Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Wiesbaden: Springer Vieweg.
Murphy, W., Black, J., Hastings, G. (Hrsg.) (2016). Handbook of Biomaterial Properties. New York: Springer-Verlag.
Lefteri, C. (2013). Materials for Design. London: Laurence King Publishing. Weitere Quellen:
www.fzmb.de/prodbakteriencellulose.html (Stand 07.02.2017) Expertin / Experte:
fzmb GmbH, Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie, Bad Langensalza/DE

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