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Lincrusta

Lincrusta
Materialgruppen:
Kunststoff Materialbeschrieb Lincrusta besteht aus einer Mischung aus Linoxyn, Holzmehl, Kreide, Farbe und anderen Zusatzstoffen. Lincrusta wird für Wand- und Deckenbekleidungen verwendet. Es kam 1877 auf den Markt und wird auch heute noch hergestellt. Lincrusta ist wenig druck- und schlagempfindlich. Es ist sehr fest und wird im Laufe der Zeit noch widerstandsfähiger. Die Beläge sind 3–5 mm stark. Die Beläge werden aufgebracht, indem die Rückseite zuerst angefeuchtet wird. Nach ca. 30 Min. können die Bahnen aufgeklebt werden. Anschliessend müssen sie mindestens 15 Std. trocknen. Die Oberflächen der Beläge können mit Lack- oder Wandfarben bemalt oder mit Blattgold vergoldet werden. Für Aussenecken muss ein Eckprofil verwendet werden. Lincrusta wird zur Dekoration von Wänden und Decken eingesetzt. Neben Wohn- und Geschäftsräumen wurde es früher auch auf Schiffen und Yachten sowie in Bahn- und Tramwaggons verwendet. So waren Luxuskabinen auf der Titanic mit Lincrusta ausgekleidet und scheinbar auch Räume im Weissen Haus in Washington. Alternative Schreibweise(n):
Linkrusta Hintergrund Ökonomie:
Die Markteinführung erfolgte 1877 und stiess auf grosse Resonanz, da die Wandbeläge schnell und einfach aufgebracht sind. Herstellung Fertigung:
Lincrusta wurde im letzten Viertel des 19. Jh. vom Chemiker Frederick Walton erstmals hergestellt. Er mischte Linoxyn, oxidiertes und polymerisiertes Leinöl, mit Holzmehl, Kreide und Farbe. Die so entstandene Masse konnte in heissem Zustand mittels Musterwalzen auf Papierbahnen aufgebracht werden. Die abgekühlten und getrockneten Bahnen konnten anschliessend bis zur Anwendung gerollt und je nach Luftfeuchtigkeit und Sauerstoffeinwirkung 6–12 Monate gelagert werden. Die heutige Herstellung von Lincrusta weicht nur wenig von der ursprünglichen ab. Zu den oben beschriebenen Ausgangsstoffen werden Zusatzsoffe wie z. B. Kolophonium und Paraffine beigefügt. Eigenschaften Erscheinung:

Farbe: Beigetöne


Bearbeitung Lieferformen:
Rollen, Paneele Fügen und Verbinden: kleben
Oberflächenbehandlung: bemalen, lackieren
Trennen und Subtrahieren: schneiden

Anwendung Anwendungsgebiete:
Innenausbau, Restaurierung Anwendungsbeispiele:
Wand- und Deckendekoration Sammlungen

Muster in folgenden Sammlungen: ETH Zürich Baubibliothek, Gewerbemuseum Winterthur, HSLU T+A Campus Horw, Sitterwerk St. Gallen, ZHdK Medien- und Informationszentrum
Standort in der Sammlung: ETH Zürich Baubibliothek:
ZV-ZZ | Sonstige pflanzliche Werkstoffe > Weitere Gewerbemuseum Winterthur:
Kunststoff > Schublade 34 Bezugsquelle Bezugsquelle Sammlungsmuster:
Schulzes Farben- und Tapetenhaus, Berlin Quellennachweis Links:
www.tapeten-in-berlin.de Material-Archiv-Signatur:
KUN_2 Text verfasst von:
Gewerbemuseum, JB, 2010 Bilder

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