Object lessons. Material begreifen in 8 Lektionen

Freitag, 16. September 2016 bis Montag, 16. Januar 2017
Eröffnung: Donnerstag, 15. September
Sonderpräsentation im Museum der Dinge, Berlin


Wer Kerzen aus Fett und Schreibfedern aus Fischgräten machen kann, überlebt im Kerker. Wer sich mit der Verbindung von Blut und Zitronensaft auskennt, entfernt hartnäckige Flecken. Wer weiß, warum Polylactid nachhaltiger ist als Polyethylen, kann die Welt verändern.

 

Wissen um Material, seine Herkunft und Verarbeitung ist heute begehrt wie selten zuvor, gleichzeitig jedoch spezialisiert, versteckt und expertengebunden. Wie aber wird in einer Welt, in der es aufgrund von Industrialisierung, Globalisierung und Digitalisierung zu keiner Berührung mit tatsächlichen Rohstoffen und Materialien mehr kommt, Wissen um Material auch und vor allem für ein breites Publikum zur Verfügung gestellt?

 

Die Ausstellung erzählt die Geschichte des Lernens mit, über und durch Material – in den Wissenschaften und in der Schule, im Handwerk, Handel und Haushalt, im Roman und Film, im Archiv und Internet. Von Baumbüchern, Schlackenschotter, Muschelseide, Hasennudeln, Korkstoppeln, Wolkenleder und Bioplastik, von frühen DIY-Ratgebern bis zum digitalen Materialarchiv zeigt die Ausstellung, wie aktuell Materialbildung schon immer war, warum sie in Vergessenheit geriet und wie sie morgen aussehen könnte.

 

 

Suite Mailänder Mosaikpasten, um 1800, Sammlung Technisches Museum Wien Foto: Ann-Sophie Lehmann
Gläser aus Lehrmittelkoffer zur Papierfabrikation, um 1920, Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge Foto: Armin Herrmann

 

Link zur Ausstellung

 
Museum der Dinge
Oranienstrasse 25
10999 Berlin